Vorbereitung für die neue Bienensaison

Wir, die Kinder der 3. Klasse, fertigten unter Anleitung von Frau und Herrn Arnold

 

-(sie sind Imker, die uns bei unserem Projekt helfend zur Seite stehen)-

 

die Rähmchen für die Bienenkästen an.

 

Die Arbeitsschritte wurden einzelnen Gruppen zugeordnet:

- Seitenteile ösen

- Rähmchen zusammenstecken u nd mit Nägeln fixieren

- Abstandshalter befestigen

- Drähte einziehen

- Drähte spannen

 

Wir arbeiteten mit voller Begeisterung.

Alle freuen sich auf die nächsten Arbeiten, die Anfang April stattfinden.

 

Wir werden dann noch die Mittelwände einlöten und die Bienen in den Schulgarten zurückholen.

Bilder vom Rahmenbau

03.05.2012 12:40 | mel

Die Kinder freuen sich schon auf den Honig

BURGLAUER

Unter Anleitung von Imkerin Annette Seehaus-Arnold fertigen die Schüler der Grundschule Burglauer im Rahmen des internationalen Schulprojekts „Bienen machen Schule“ die Rahmen für die Bienenkästen.

In wenigen Wochen wird es die ersten Bienenschwärme geben. Die Bedeutung der Bienen für den Lebenskreislauf der Natur sowie die Arbeiten eines Imkers sind auch für die Grundschüler aus Burglauer seit sechs Monaten Unterrichtsstoff.

Mit der Beteiligung an dem internationalen Schulprojekt „Bienen machen Schule“ machen die Schüler bei der Arbeit mit den „Schulbienen“ neue, teils überraschende Erfahrungen. Ängste und Vorurteile werden abgebaut und auch ein „kleiner, aber wichtiger Beitrag zum Umweltschutz“ geleistet. Die Idee zur Teilnahme am Projekt trug Annette Seehaus-Arnold, Imkerin und Mitglied im Vorstand des Kreisverbandes „Imker Rhön Grabfeld“ der Schulleitung vor. „Die Schüler und Lehrer der Grundschule erleben in einer Reihe von Aktivitäten die Bedeutung der Biene für Mensch und Natur und bekommen einen alltagsbezogenen Zugang zur nachhaltigen Entwicklung“, erläutert Seehaus-Arnold.

An der Grundschule laufen die Vorbereitungen auf die neue Bienensaison auf Hochtouren. Unter Anleitung der Imkerin fertigten die Schüler der 3. Klasse die Rähmchen für die Bienenkästen an. „Die Schüler arbeiten voller Begeisterung mit“ freute sich Lehrerin Helga Weiß, die das Projekt an der Grundschule Burglauer betreut.

Als nächster Schritt werden in Kürze zwei Bienenvölker in die Bienenkästen eingesetzt und Ableger gebildet. Das erklärte Ziel, in absehbarer Zeit eigenen Honig zu gewinnen, zu schleudern und in Gläser abzufüllen rückt näher. Geplant ist, den Honig in Gläsern mit eigenen Schuletiketten anzubieten und somit das Schulprojekt mitzufinanzieren.

11.02.2011 15:30 | Von unserem Redaktionsmitglied Gerhard Fischer

Das Bienen-Leben ist kein Honigschlecken

WEIMARSCHMIEDEN/BURGLAUER

Klare Botschaft: Deutscher Honig aus Gläsern des Imkerbunds leistet einen Beitrag für die Pflanzenwelt und die Landwirtschaft auch in der Region. Für dieses Bewusstsein setzen sich Sonja Heinemann aus Weimarschmieden (links) und Annette Seehaus-Arnold aus Burglauer ein. Sie sind Botschafterinnen der Imkerei für den Landkreis. Bild: Foto: Gerhard Fischer

Schweine, Rinder, Bienen. Man mag bei dieser Aufzählung ins Stocken geraten, aber sie ist doch stimmig. Bienen sind das drittwichtigste Nutztier in der menschlichen Gesellschaft. Ohne Bienen keine Bestäubung, also kein Obst, Gemüse und keine Blumenpracht. Der leckere Honig ist da eher nur ein Nebenprodukt.

Aber das Nutztier Biene ist bedroht. Durch Krankheiten, durch Monokulturen, durch immer weniger Blühflächen, zum Teil auch durch Billig-Honig, der von irgendwo auf der Welt auf den Rhöner Frühstückstisch gelangt.

Damit die Entwicklung so nicht weitergeht, hat der Deutsche Imkerbund vor einiger Zeit den Posten der „Botschafterin der Imkerei“ geschaffen. Seit letztem Jahr nehmen diese Position in Rhön-Grabfeld Sonja Heinemann aus Weimarschmieden und Annette Seehaus-Arnold aus Burglauer ein, bestellt wurden sie vom Deutschen Imkerbund.

„Wir wollen die Menschen dazu bringen, deutschen Honig zu kaufen und zu verspeisen. Denn wer einen blühenden Garten will, braucht dazu Bienen“, erklärt Heinemann. Viele Grundstücksbesitzer müssten also schon aus Eigennutz daran denken, die heimische Honigproduktion und somit Bienenzucht zu unterstützen.

300 Imker im Landkreis

Aber die Bedeutung der Bienen für die Lebensmittelproduktion und für den Landschaftserhalt ist noch weit größer. Und darum sehen sich die Rhön-Grabfelder Imker, immerhin rund 300 an der Zahl, nicht nur als Honigproduzenten, sondern auch als Umwelt- und Landschaftsschützer.

„Es geht nicht nur darum, Honig zu vermarkten. Es geht darum, die Leute zu sensibilisieren, welchen Beitrag Bienen für die Natur leisten“, so Heinemann, die selbst erst vor fünf Jahren zum Imkern kam. Annette Seehaus-Arnold, im Hauptberuf Gesundheitsberaterin, hat vor drei Jahren ihre Leidenschaft für das Imkern entdeckt, nachdem sie einen Vortrag über Bienen gehört hatte. Mittlerweile ist sie auch aktiv beim Verein Millifera, der sich für eine ökologische, wesensgemäße Bienenzucht einsetzt, sowie beim Netzwerk für blühende Landschaften.

Denn blühende Landschaften müssen vorhanden sein, wenn Bienen überleben sollen. Doch das scheint immer schwieriger zu werden, beklagen die beiden Botschafterinnen. „Wir registrieren in der Landwirtschaft eine erschreckende Entwicklung“, sagt Heinemann. Da sei zum einen der Trend zu Monokulturen wie zum Beispiel dem Mais. „Es werden nicht nur Lebensmittel vernichtet, es findet auch keine Fruchtfolge mehr statt“, warnt die Imkerin weiter.

Was Seehaus-Arnold mächtig ärgert, ist die Mittelstreichung für das sogenannte KULAP-Programm. Dadurch wurde der Erhalt von landwirtschaftlichen Randflächen als Blühflächen unterstützt. „Wenn das wegfällt, werden auch diese Flächen bebaut, den Bienen fehlen sie dann“, klagt Seehaus-Arnold.

Auch deshalb suchen die beiden Imkerinnen den Kontakt zur Landwirtschaft, den beide Seiten profitieren letztendlich von einer intakten Bienen-Population. Aber auch auf die Kommunen wollen die beiden Botschafterinnen verstärkt zugehen. „Wenn nach der Rapsernte nicht alle bewachsenen Straßenränder gleich geschlegelt würden, hätten Bienen eine Menge Fläche zum Bestäuben zur Verfügung“, nennt die Burgläurer Imkerin ein weiteres Beispiel.

Wichtige Nutztiere

„Bienen sind das drittwichtigste landwirtschaftliche Nutztier. Die Landwirtschaft muss den Tieren deshalb etwas zurückgeben“, fordern Seehaus-Arnold und Heinemann, die für den Generationswechsel bei den Rhön-Grabfelder Imkern stehen.

Gerade der Frühsommer bis zum Spätherbst sei für die Bienen eine wichtige Zeit der Nahrungsaufnahme, aber ausgerechnet in diesen Monaten biete die Landschaft immer weniger passende Pflanzen. Dem müsse Einhalt geboten werden. Auch Kommunen und Privatleute könnten schauen, welche Pflanzen für den Bestand von Bienenvölkern sinnvoll sind.

An Überzeugungsarbeit gibt es also noch viel zu tun. Die beginnt schon bei Kindern, wenn zum Beispiel in der Grundschule Burglauer ein besonders bienenfreundlicher Schulgarten angelegt wird. Ein weiteres Projekt nimmt mehr und mehr Konturen an. „Wir wollen neben Bad Königshofen und Münnerstadt auch im Fladunger Freilandmuseum einen Lehrbienenstand anlegen“, kündigt Sonja Heinemann an. Der soll auch jungen Menschen den Reiz des Imkerns nahebringen. Für den 4. und 5. Juni ist im Freilandmuseum schon einmal ein Schleudertag angekündigt.

Dass es bei gesunden Bienen auch um gesunde Menschen geht, macht schließlich Sonja Heinemann deutlich: „Die Biene zeigt uns, wie gut es uns geht!“

ONLINE-TIPP

Infos über das Imkern: www.imker-rhoen-grabfeld.de www.mellifera.de

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