Die zweite Klasse spinnt!


Im Rahmen des Sachunterrichtsthemas „Haltung eines Nutztieres“ durften wir einem Schafscherer bei seiner Arbeit zusehen. Er setzte die Schafe vor sich auf ein Podest und „ rasierte“ sie mit einer großen Schneidemaschine. Die Schafe ließen alles geduldig über sich ergehen.Wir befühlten die geschorene Wolle, sie fühlte sich fettig an und roch, wen wundert`s, nach Schaf. Wir erfuhren, dass in Deutschland Schafe hauptsächlich wegen ihres Fleisches und nicht wegen der Wolle gehalten werden und dass das Scheren nötig ist, um die Schafe vor schädlichen Insekten zu schützen. Die „nackigen“ Schafe ließen sich nicht mehr von uns fangen!


Nachdem die Wolle von Frau Zirker gewaschen war, kam der nächste Arbeitsschritt: Man muss die Wolle als Vorbereitung zum Spinnen mit Drahtbürsten bürsten, um die Fasern aufzulockern und in eine Richtung zu bringen. Das sah leichter aus als es war, ergab aber wunderbar flauschiges Vlies.


An einem Spinnrad führten wir zuerst „Trockenübungen“ durch, um die Technik des Tretens zu üben.

Nun kam der schwierigste Schritt: Aus dem Vlies immer kleine Stückchen herauszuziehen und durch die Öse im Spinnrad laufen zu lassen. Oft verzirbelte sich die Wolle, weil wir sie zu straff hielten, der Faden riss ab, wir wechselten aus Versehen die Tretrichtung oder es gab Knoten.


Das Stricken mit der selbstgesponnenen Wolle ersparten wir uns.

Wir merkten: Spinnen braucht viel Übung und es ist ein weiter Weg vom Schaf zum warmen Schal.