Breite Unterstützung für internationales "Bienen machen Schule" Projekt

 

 

Über die Eröffnung des Bienengartens an der Grundschule Burglauer freuten sich natürlich die Schüler, und (von links) Klassenleiterin Helga Weiß, Schulleiter Jürgen Röhlinger, Sparkassenfilialleiter Helmut Schmitt, Annette Seehaus-Arnold vom Imker-Kreisverband, Albert Baumeister, Otto Jahrsdörfer, Imker Bad Neustadt, und Karl-Heinz Claaßen, stellvertretender Vorsitzender des Bund Naturschutz. (Foto: Mellenthin)

 

 

(mel) Viele Bienenarten sind ausgestorben oder vom Aussterben bedroht. Mit der Beteiligung an dem internationalen Schulprojekt „Bienen machen Schule“ machten die Schüler der Grundschule bei der Arbeit mit den „Schulbienen“ neue, teils überraschende Erfahrungen, bauten Ängste und Vorurteile ab und leisten nach Ansicht von Schulleiter Jürgen Röhlinger einen „kleinen, aber wichtigen Beitrag zum Umweltschutz“.

Beim Schulprojekt legten Schüler und Lehrer, unterstützt von freiwilligen Helfern und örtlichen Firmen im alten, teils verwilderten Schulgarten eine Bienengartenanlage mit einem Bienenkasten an. Dieser hat auf beiden Seiten eine Glasscheibe. So können die Schüler das Leben im Bienenstock beobachten, Nahziel ist die Herstellung eigenen Honigs.

Die Idee zum Projekt trug Annette Seehaus-Arnold, Imkerin und Mitglied im Vorstand des Imker-Kreisverbandes Klassenlehrerin Helga Weiß vor. „Ich hatte damals keine Ahnung, was da auf mich zukommen würde“, berichtete Weiß. Das änderte sich rasch. Gemeinsam mit der Klasse wurde eine Ausstellung über das Leben im Bienenstock besucht, die Lehrerin absolvierte einen Lehrgang in Balingen. Dort erhielt sie auch die Anregung, einen Bienengarten anzulegen. Bei der Planung unterstützte sie Gärtner Matthias Straub. Schulleiter Jürgen Röhlinger und seine Klasse räumten die Steine im Garten aus dem Weg, die

Gemeinsam mit den Schülern der 2. Klasse beobachtete die Imkerin die „Schulbienen“, erklärte Wabenbau, das Verhalten der Tiere und ihre Unterscheidungsmerkmale. „Die Schüler und Lehrer der Grundschule erleben in einer Reihe von Aktivitäten die Bedeutung der Biene für Mensch und Natur und bekommen einen praktischen, alltagsbezogenen Zugang zur nachhaltigen Entwicklung“, erläutert Seehaus-Arnold.

Dies unterstreicht auch Jürgen Röhlinger. „Durch die Beschäftigung mit dem Thema bekommen die Schüler Gelegenheit, mit Kopf, Herz und Hand zu lernen. Es ist deshalb ein ideales Lernfeld, das den Erwerb vielfältiger Kompetenzen ermöglicht“ stellte er fest. Besonders freute er sich über ein Startkapital für das Bienenprojekt in Höhe von 300 Euro von der Sparkasse Bad Neustadt, das Filialleiter Helmut Schmitt überreichte.

„Wenn man jemanden um etwas gebeten hat, wurde auch geholfen. Die dörfliche Gemeinschaft hat vorbildlich funktioniert“ beschrieb Röhlinger die Hilfsbereitschaft der Burgläurer Firmen und Bürger. Sein Dank für unentgeltliche und ehrenamtliche Unterstützung galt den Burgläurer Firmen Albert Back, „dmg-Gartenbau“, Baufirma Günther Seith, der Firma Obi aus Bad Neustadt und den ehrenamtlichen Helfern Albert Baumeister, Thomas Götz, Otto Jahrsdörfer, Annette Seehaus-Arnold, Matthias Straub und natürlich den „bienenfleißigen“ Grundschülern.

(Quelle:Rhön-Saale-Post)


Bienen machen Schule Projekt an der Grundschule Burglauer

Aufmerksam hören die Schüler Johanna Claar zu, was sie machen sollen, damit Kameramann Timm Holler alles ins rechte Licht rücken kann. Ein Fernsehteam war zu Besuch in der Grundschule Burglauer, um über ein Bienenprojekt der etwas anderen Art zu berichten.

Annette Seehaus-Arnold, langjährige Hobbyimkerin und Begleiterin des Schulprojektes „Bienen machen Schule“ war mit den Schülern Hauptakteur. Angesteckt von der Imkerei wurden die Schüler vor zwei Jahren auf einer Wanderausstellung in der Sparkasse Bad Neustadt, wo den Kindern alles über Bienen von Professor Jürgen Tautz, Bienenexperte an der Universität Würzburg, erklärt wurde. Schnell war klar, an dem Projekt „Bienen machen Schule“ teilzunehmen. Unterstützung fan

den die Kinder bei ihrer Lehrerin Helga Weiß, die hinter dem Projekt stand und e

  •  Wie Außerirdische: So sehen die kleinen Imker aus, die sich zum Schutz vor Bienenstichen mit passender Kleidung geschützt haben.
    Foto: Hälker

s sahen die Schüler aus, als sie ihre Kleidung mit der Imkerkleidung wechselten und sich auf den Ausflug zu den Bienenstöcken vorbereiten. Ein letzter Sicherheitscheck an der Schutzkleidung, dann ging es zu den Tieren. Den Smoker anzünden, ein Gerät, das Rauch in den Bienenstock bläst, um den Bienen einen Brand vorzuspielen damit sie ihren Stock verlassen. Alles wird vom Kameramann Holler gefilmt und dokuin der Schule umsetzte.

Gemeinsam besuchten Weiß und Seehaus-Arnold einen pädagogischen Lehrgang in der Waldorfschule in Bahlingen bei Stuttgart um sich in der richtigen Vermittlung des Bienenwissens gegenüber Kinder ausbilden zu lassen. Dort kam auch die Idee auf, einen bienengerechten Garten zusammen mit den Kindern zu gestalten. Neben einem Frühlings-, Sommer- und Herbstbeet gibt es allerlei Leckereien für die Bienen, die zu einem festen Bestandteil im Schulleben geworden sind.

Wie Außerirdische mentiert. „Könnt ihr euren Schutzhelm nochmals aufziehen“, fragt der Filmer die Kinder, die den Aufforderungen ohne zu murren nachkamen. Alle waren geduldig, bis jede Sequenz im Kasten ist und jede Einstellung den Wünschen der beiden TV-Profis entspricht.

Vorsichtig hebt die Imkerin Annette Seehaus-Arnold den Deckel vom Bienenstock und sofort schwirren hunderte Bienen aufgeregt herum. Die Kamera zeichnet alle Handlungen der kleinen und großen Bienenexperten auf. Dass dies für den Kameramann gar nicht so einfach war, immer die richtige Position zu finden, war am Einflugloch in den Bienenbau zu sehen. In kurzen Shorts den Eingang eines Bienenstocks zu verstellen, sollte man tunlichst unterlassen. Hunderte Bienen beschwerten sich mit wilden Tanzbewegungen, bis Holler den Weg wieder frei gemacht hat.

Die Statisten waren gut bei der Sache, lobte Claar die Kinder und pickte vier Personen heraus die Rede und Antwort stehen mussten. Fiona, Hannah, Julia und Luca wurden von der Reporterin über das Projekt befragt und absolvierten ihren Auftritt vor der Kamera mit Bravour. Auch Schulleiter Jürgen Röhlinger wurde wie Imkerin Seehaus-Arnold über das Projekt ausgiebig interviewt.

Dass dies trotzdem keine alltägliche Situation war, sah man an dem etwas anderen Ablauf im Schulalltag. „Wir kommen jetzt ins Fernsehen, das ist echt krass“, erklärte ein junger Bursche und positionierte sich werbewirksam Richtung Kamera, der er ein breites Grinsen schenkte und von seinen Kameraden deswegen als Superstar tituliert wurde. Dass sich trotz Starallüren alles um die Bienen drehte, merkte man den beiden Profis an, die sich intensiv auf den Dreh vorbereitet haben und bei den Beteiligten ein gutes Gefühl hinterließen.