Fantasie und Geschichten helfen beim Lernen

Merkmeister Ralf Hofmann gibt Grundschülern Tipps, wie man nicht nur für die Schule sein Gedächtnis trainiert

Ihr könnt richtig angeben, wenn ihr heute aus der Schule kommt“, verspricht Merkmeister Ralf Hofmann den Drittklässlern der Grundschule Burglauer. Er zeigt den Kindern, wie man mit einfachen Mitteln und viel Spaß seine Merkfähigkeit kann. Ziel war, mit praktischen Beispielen den Kindern Techniken an die Hand zu geben, die ihnen Helfen leichter zu Lernen und das Gelernte zu behalten.

In kindgerechten Worten erklärt er die Funktion des Gehirns und des Gedächtnisses. Stellvertretend für eine Sache, die sich die Kinder merken sollen, steht eine Kastanie. „Eine Gehirnhälfte schließt die Kastanie ein und so merkst du dir etwas,“ erklärt der Merkmeister den Kindern. Er zeigt auch, wie leicht vergessen geht. Einfach die Hand aufmachen und schon fällt die Kastanie, also das Gemerkte heraus.

Der Merkmeister bringt den Schülern bei, wie das Merken einer Liste von zehn Punkten funktioniert. „Das Gehirn merkt sich Außergewöhnliches besser“, erklärt er den Kindern. Um sich die zehn Begriffe, die sich die Kinder auf ihre Wunschliste gestellt haben, einfach zu merken, werden sie in zehn imaginäre Briefkästen am Körper gesteckt.

Beispielsweise den Begriff „Hase“ merken sich die Schüler besser, wenn sie damit eine Geschichte verbinden. „Hase“ ist der zweite Begriff auf der Wunschliste, der in den zweiten Briefkasten am Hals gesteckt wird. „Den Hasen bindet ihr euch einfach um den Hals“, erklärt der Merkmeister und die Schüler können sich die Begriffe der Reihenfolge nach merken, ohne einen Fehler zu machen.

Einen Tipp gibt der Merkmeister den Schülern mit auf den Weg: Um sich die Schreibweise von schwierigen Wörtern zu merken, sollen sich die Schüler Geschichten und Eselsbrücken überlegen, denn das Gehirn kann nur mit Bildern arbeiten.

Beim Vokabellernen empfiehlt Merkmeister Ralf Hofmann, die Wörter in seine Silben zu zerlegen und sich dazu eine Geschichte auszudenken.

Von unserer Mitarbeiterin Lena Berger
15.November 2012