BURGLAUER
Spannung mit dem Bürgermeister Vorlesetag wurde auch in Burglauer mit Leben erfüllt

Ilona Hahner, Lehrerin der 3. Klasse an der Grundschule Burglauer, hält mahnend den Finger vor den Mund. Silentium! Vorsichtig und langsam öffnet sie die Tür zur neuen Lese-Lounge, der Schulbücherei, schlüpft mit unserem Mitarbeiter auf Zehenspitzen hinein. Drinnen sitzt Bürgermeister Kurt Back im bequemen Sessel – und liest laut aus einem Buch vor. Vor ihm sechs Mädchen und neun Buben, teils auf dem Teppich, teils auf der neuen, blauen Couch sitzend, liegend, hingekauert

 

 

 

  

Bürgermeister Vorlesetag wurde auch in Burglauer mit Leben erfüllt

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Ilona Hahner, Lehrerin der 3. Klasse an der Grundschule Burglauer, hält mahnend den Finger vor den Mund. Silentium! Vorsichtig und langsam öffnet sie die Tür zur neuen Lese-Lounge, der Schulbücherei, schlüpft mit unserem Mitarbeiter auf Zehenspitzen hinein. Drinnen sitzt Bürgermeister Kurt Back im bequemen Sessel – und liest laut aus einem Buch vor. Vor ihm sechs Mädchen und neun Buben, teils auf dem Teppich, teils auf der neuen, blauen Couch sitzend, liegend, hingekauert.

Es ist eine spannende Geschichte, die Bürgermeister Back da liest, eine Erzählung aus dem Buch „Schmökergeschichten“. Sie heißt „Die Klasse 3b auf heißer Spur“ (wie passend) und handelt davon, wie Schulkinder einem diebischem Hausmeister das Handwerk legen.

Mucksmäuschenstill ist es im Leseraum, gebannt lauschen die Kinder Geschichte. Ein Junge rutscht unruhig auf dem Boden hin und her, Back‘s rechte Augenbraue schiebt sich in die Höhe, er riskiert einen strengen Blick: Der Junge sitzt ruhig. Zumindest vorübergehend!

Der Bürgermeister als Lektor hält die Kinder mit seiner Geschichte in Bann, während Ilona Hahner unseren Mitarbeiter wieder auf leisen Sohlen auf den Flur hinausführt. Dort zeigt sie noch eine handgefertigte Urkunde, welche Vorleser-Back später bekommen soll, von den Zuhörer-Kindern eigenhändig unterschrieben. Durch lange Schulkorridore geht es weiter an das andere Ende des Gebäudes, zu den Erstklässlern. Hier ist das Vorlesen schon vorüber, Rektor Röhlinger hatte hier das Vergnügen, den Kleinsten vorzulesen. Jetzt beschäftigen sich die Kinder in Gruppen mit dem Gehörten. Im Treppenhaus sitzen derweil sechs aufgeregte Frauen, alle haben Bücher in den Händen, manche der Druckwerke stammen dem Aussehen nach noch aus ihren eigenen Kindertagen.

 

 

 

 

 

 

„Ja, wir sind aufgeregt. Und wie!“ gestehen die Frauen; es sind Muttis, Omas, Tanten, die sich ebenfalls bereit erklärten, am Vorlesetag vor Schulklassen zu lesen. „Wir wurden eingeladen, wir haben Interesse daran, wir machen das gerne und mit Spaß“, versichern sie und blättern in den mitgebrachten Büchern. Was sie dann den Zweitklässlern vorgelesen haben, ist nicht bekannt. Aber sie haben vor Kindern vorgelesen. Und darum ging es ja auch am 9. Bundesweiten Vorlesetag. Die unter anderem von der Stiftung Lesen und der Deutschen Bundesbahn geförderte Aktion fand am 16. November an unterschiedlichsten Orten statt, vorgelesen wurde von „Menschen wie Du und Ich“, von Prominenten, Politikern und Freiwilligen.

Mit dieser Aktion wird das Interesse am Buch, aber auch das besondere Vergnügen des Vorlesens und Zuhörens gefördert. Denn: Vorlesen hat direkten Einfluss auf die Entwicklung eines Kindes; es fördert die Lesefreude, Kinder entwickeln leichter Sprachkompetenz, Vorlesekinder greifen später öfter selber zum Buch. Und: Wer erinnert sich nicht selber gerne daran, als die Mama, die Oma oder jemand anderes spannende Geschichten oder Märchen vorgelesen haben, damals.

Von unserem Mitarbeiter Arnold Nöth
 
 
 
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