26.03.2012 15:02 Uhr, Rhön-Grabfeld

Singen, tanzen, musizieren

In der ersten Klasse sind die Tische zur Seite gerückt, die Mädchen und Buben sitzen im Kreis. In der Mitte stehen Tuba, Posaunen, Fanfare, Trompete und Flügelhorn. Klassenlehrerin Margit Zirker hält sich im Hintergrund, Lehrer ist heute Hubert Ziegler, Dirigent der Lauertaler Musikanten Burglauer. Er stellt den Kleinen die dicke, glänzende Olga vor, die große Basstuba.

In der ersten Klasse sind die Tische zur Seite gerückt, die Mädchen und Buben sitzen im Kreis. In der Mitte stehen Tuba, Posaunen, Fanfare, Trompete und Flügelhorn. Klassenlehrerin Margit Zirker hält sich im Hintergrund, Lehrer ist heute Hubert Ziegler, Dirigent der Lauertaler Musikanten Burglauer. Er stellt den Kleinen die dicke, glänzende Olga vor, die große Basstuba.

„Kinder, was denkt ihr, wie lang wohl das Tonrohr der Tuba ist?“ Die Erstklässler wissen schon einiges über über Musikinstrumente, mit ihren Schätzungen liegen sie etwas daneben. Ins Staunen kommen sie aber, als Hubert Ziegler mit langen Schritten demonstriert, dass das Tonrohr fast so lang ist wie ihr Klassenzimmer, siebeneinhalb Meter.

Lustig wird es, als der Musikant auf der dicken Olga einige Melodien vorspielt, sie mal so richtig laut brummen und tönen lässt. Dann dürfen die Mädchen und Buben selber versuchen, der Olga, und später auch den anderen Instrumenten einige Töne zu entlocken. Sie stellen sich dabei gar nicht mal so ungeschickt an.

Das kann auch Birgit Döhler, Klarinettistin und hauptberufliche Musiklehrerin bestätigen. Sie ist Musik-Fachkraft, die in den nächsten Jahren mit wöchentlich einer Unterrichtsstunde in Zusammenarbeit mit Klassenlehrerin Zirker und dem örtlichen Musikverein den Erstklässlern im Rahmen des Projektes WIM Interesse für und Lust an der Musik, erstes Spielen auf Instrumenten sowie die Freude am gemeinsamen Singen nahebringen wird. Dabei werden auch örtliche Musikverein eingebunden. „Die Kosten übernimmt die Gemeinde Burglauer.“, berichtet Klassenlehrerin Margit Zirker.

Wir musizieren

Das Projekt WIM (Wir musizieren) ist ein musikpraktisches Unterrichtsmodell für Grundschulen, entwickelt von Kuno Holzheimer, dem künstlerischen Leiter der bayerischen Musikakademie Hammelburg. Damit sollen, wie es in der fachlichen Mitteilung ausgedrückt wird, kognitive, emotionale und soziale Fähigkeiten gefördert werden. Sinn und Zweck sind also: Verbesserung emotionaler Befindlichkeiten, Förderung musikalischer Leistung und Kreativität, Steigerung der Lern- und Leistungsmotivation, deutliche Verbesserung der sozialen Kompetenz, Kompensation von Leistungsschwächen, überdurchschnittliche Leistungen trotz Mehrbelastung.

Das Gesamtkonzept ist so angelegt, dass alle Kinder der ersten und zweiten Schuljahre während der regulären Schulzeiten kostenfreien musikpraktischen Unterricht in der Grundschule erhalten.

Schwerpunkte

Folgende Schwerpunkte stehen dabei an: Elemente der musikalischen Grundausbildung, gemeinsames Singen und Tanzen, Instrumentenvorstellung, Aufführung des Erlernten im Rahmen von Schulveranstaltungen. Ziel des Projektes soll sein, dass nach 18 Monaten WIM-Unterricht eine Basis bei den Kindern vorhanden ist, auf der die weiterführende Bildung in Form von Sing- und Instrumentalklassen, Musik-AGs und Gruppen beziehungsweise Individualunterricht aufbauen können.

Quelle: mainpost.de
Autor: arno